Königsdorfer Wettbewerb 2026
Im Anschluss an das Wettbewerbstraining in Burg Feuerstein ging es daran, das Wissen in den Bergen umzusetzen. Zusätzlich zum Mitfliegen auf dem Königsdorfer Wettbewerb vom 8. zum 16. Mai war ich auch als Meteorologe für die Wetterinterpretation zuständig.
In der Woche schafften wir es, trotz einem ziemlich eindeutigen Tiefdruckgebiet vier Wertungstage für die leichte Klasse ohne Wasser und fünf Wertungstage für die schwere Klasse mit Wasserballast zu fliegen. Außerdem flogen wir noch zweimal außer Konkurrenz ohne Aufgabe, sodass es wieder eine tolle Ausbeute an fliegerischen Erfahrungen war. Wir konnten von Königsdorf in vier unterschiedliche Richtungen fliegen: nach Südwesten und Südosten in die Berge sowie nach Nordwesten und Nordosten im Alpenvorland.
Am ersten Tag blieben wir im Alpenvorland, da die Berge in Überentwicklungen versanken. Auch am zweiten Tag kam es wieder zu Überentwicklungen. Davor konnten wir aber mit sehr guten Schnitten nach Osten zum Hochkönig fliegen. Es ist schon immer wieder eine schöne Erfahrung, mit Südwindunterstützung am Steinernen Meer zu fliegen. Am nächsten Tag war dann der Regen da und wir mussten den Tag neutralisieren. Doch ganz gaben wir ihn nicht auf! Nach dem Einkaufen machten wir den Arcus und den Discus fertig, um noch im starken Westwind am Hang zu fliegen. Wir konnten von kurz vor sechs bis kurz nach neun noch Hangwind und Welle zwischen Blomberg und Kochelsee erforschen. Es war einfach beeindruckend, die Schauer aus der Luft zu beobachten. Auch die Lichtstimmung war einzigartig. Es war ein Flug, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Auch die nächsten Tage waren noch sehr vom Wind geprägt. Am 12.5. flog die Leichte Klasse ohne Aufgabe: wieder war es ein Ausweichen vor Schneeschauern und Fliegen im Hangwind mit beeindruckender Optik. Am 13.5. entschied ich mich dann für die falsche Route zwischen Achensee und Wetterstein und konnte die Aufgabe nicht mehr zuende fliegen. Gerade aus solchen Entscheidungen lerne ich auf Wettbewerben langfristig besonders viel, auch wenn sie im Moment selbst erstmal weh tun. Und schließlich konnten wir am letzten Tag die letzte Himmelsrichtung voll machen, indem wir zwischen Schauern nach Nordosten flogen.
Gerade bei anspruchsvollem Wetter einen Wettbewerb zu betreuen ist intensiv, mehr noch, wenn man auch selbst mitfliegt. Ich bin stolz, dass wir aus den Randbedingungen solche Flugtage machen konnten. Gleichzeitig lernte ich auch fliegerisch viel dazu und konnte weitere wichtige Erfahrungen in der Vorbereitung auf den nächsten Wettbewerb in Burg Feuerstein sammeln.
Alle Flüge sind auf WeGlide zu finden.
Luis


